Lady Gaga auf dem Vanity-Fair-Cover: Schuhe aus Tokio
Lady Gaga auf dem Vanity-Fair-Cover 2010: Neben Armani Privé trug sie absatzlose Stiefel von Noritaka Tatehana, in Tokio von Hand gefertigt.
Lady Gaga auf dem Vanity-Fair-Cover September 2010 trug im Shoot von Nick Knight absatzlose Stiefel von Noritaka Tatehana und maßgeschneiderte Schuhe von Armani Privé. Vanity Fair kündigte dieses Cover am 30. Juli 2010 an, das Heft erschien im September 2010. An diesen Schuhen lassen sich zwei Dinge ablesen, die im Schaufenbild fehlen: der Aufbau ohne Absatz und der Zeitaufwand der Herstellung. Tatehana fertigt seine Schuhe von Hand in einem Atelier in Tokio (The National, 2. Juni 2011).
Lady Gaga auf dem Vanity-Fair-Cover: Welche Schuhe zu sehen sind
Die Vanity Fair nennt für die Ausgabe 9/2010 zwei Schuhmarken: maßgeschneiderte Stiefel von Armani Privé und absatzlose Stiefel von Noritaka Tatehana. Das Porträt fotografierte Nick Knight, als Stylistin führt das Magazin Jessica Diehl auf (Vanity Fair, 27. August 2010).
| Look in der Bilderstrecke | Schuhe laut Credit | Quelle |
|---|---|---|
| Maßgeschneidertes Kleid mit Korsett von Armani Privé | Stiefel | Vanity Fair, 27. August 2010 |
| Bodysuit von Somarta | absatzlose Stiefel von Noritaka Tatehana | Vanity Fair, 27. August 2010 |
| Abendkleid von Alexander McQueen | keine Schuhmarke genannt | Nicola Formichetti, 2. August 2010 |
Nicola Formichetti führt in seiner Creditliste vom 2. August 2010 für den Somarta-Look ausdrücklich Schuhe von Noritaka Tatehana auf und nennt für einen weiteren Auftritt ein maßgeschneidertes Kleid mit Schuhen von Armani Privé. Er selbst zeichnet das Styling verantwortlich, das Magazin nennt Jessica Diehl. Offen bleiben zwei Angaben: die Höhe der absatzlosen Stiefel und das Material ihres Keils. Reportagen wie Marni S/S 2012 zeigen, wie stark einzelne Schuhbilder die Modeberichte jener Jahre prägen.
Warum steht ein Schuh von Noritaka Tatehana ohne Absatz?
Ein Schuh von Noritaka Tatehana bleibt auch ohne Fersenstück gerade, weil sein Keil aus Leder die Last trägt und nicht aus Kunststoff. „Das Leder nimmt beim Gehen mehr Stöße auf als Plastik", sagt Tatehana im Interview mit The National vom 2. Juni 2011. Ein solches Paar braucht bei ihm mindestens eine Woche Zeit.
Das Victoria and Albert Museum in London zeigt ein Paar absatzlose Schuhe aus Tokio von 2014, geprägt und schabloniert aus Leder, Sammlungsnummer FE.34:1, 2-2015 (Sammlungsdatensatz, abgerufen am 10. Oktober 2026). Das Museum führt die Form auf das Schuhwerk der Kurtisanen der Edo-Zeit zurück. Tatehana sagt dazu: „Alles wird von Hand gemacht, das lässt sich nicht in einer Fabrik machen." (The National, 2. Juni 2011).
Was kostet ein Schuh von Noritaka Tatehana?
Ein Schuh von Noritaka Tatehana kostete 2011 rund 200.000 Yen, ein Paar mit Preisschild wurde im September 2012 mit 10.000 Dollar ausgewiesen (The National, 2. Juni 2011; Wall Street Journal, 6. September 2012). Für Lady Gaga hat Tatehana bis Juni 2011 rund zehn Paar gefertigt, darunter 32 Zentimeter hohe rubinrote Plattformen für eine japanische Fernsehsendung (The National, 2. Juni 2011).
Tatehana fertigt ausschließlich Kollektionsstücke (Wikipedia, abgerufen am 10. Oktober 2026). Zu sehen sind seine Schuhe stattdessen in Museen: Das Victoria and Albert Museum besitzt ein Paar von 2014, und 2019 stellte Tatehana im Portland Japanese Garden 13 Paar absatzlose Schuhe aus (Architectural Digest, 4. Oktober 2019).
Was vom Cover-Shooting für den eigenen Schuhkauf bleibt
Noritaka Tatehanes Schuhe werden einzeln von Hand gefertigt, deshalb steht beim Kauf der Name des Herstellers an erster Stelle. Vier Punkte entscheiden, ob ein Schuh ohne Absatz trägt:
- Hersteller erfragen. Ein Schuh ohne Fersenstück ist eine Konstruktionsleistung, und Tatehana nennt die Gewichtsverteilung den schwierigsten Teil seiner Arbeit (The National, 2. Juni 2011).
- Herstellungszeit beachten. Eine Woche Handarbeit pro Paar erklärt Preise im sechsstelligen Yen-Bereich (The National, 2. Juni 2011).
- Größe aus dem Cover übertragen. Maßgeschneiderte Schuhe entstehen für einen Fuß und nicht für eine Schuhnummer (Vanity Fair, 27. August 2010).
- Keilmaterial prüfen. Leder im Aufbau federt beim Gehen, Kunststoff tut das nicht (Tatehana, The National, 2. Juni 2011).
Beim Materialvergleich lohnt sich der Blick auf transparente Ballerinas, dort steht das Obermaterial im Mittelpunkt. Wer wissen will, wer sich im selben Jahrzehnt am besten kleidete, findet die Liste der best dressed women 2012.
Fragen zu Lady Gaga auf dem Vanity-Fair-Cover
Wer stand im September 2010 auf dem Cover der Vanity Fair?
Lady Gaga. Vanity Fair kündigte das Cover am 30. Juli 2010 an, das Porträt fotografierte Nick Knight, als Stylistin nennt das Magazin Jessica Diehl (27. August 2010). Die Bilderstrecke vom 27. August 2010 nennt vier Looks mit Bildunterschriften, darunter einen Bodysuit von Somarta.
Welche Schuhe trug Lady Gaga im Porträt von Nick Knight?
Zwei Schuhmarken stehen in den Credits: maßgeschneiderte Stiefel von Armani Privé und absatzlose Stiefel von Noritaka Tatehana für den Bodysuit von Somarta (Vanity Fair, 27. August 2010). Das Victoria and Albert Museum zeigt ein Paar absatzlose Schuhe von Tatehana aus Tokio von 2014 aus geprägtem und schabloniertem Leder, Sammlungsnummer FE.34:1, 2-2015.
Was kostet ein Schuh von Noritaka Tatehana?
Nach The National vom 2. Juni 2011 kostete ein Paar rund 200.000 Yen und mehr, das Wall Street Journal wies im September 2012 ein Paar mit einem Preisschild von 10.000 Dollar aus. Tatehana fertigt ausschließlich Kollektionsstücke, 2019 wurden 13 Paar im Portland Japanese Garden ausgestellt (Architectural Digest, 4. Oktober 2019).
Warum bleibt ein Schuh von Noritaka Tatehana ohne Absatz gerade?
Weil der Keil aus Leder die Last trägt und nicht aus Kunststoff (The National, 2. Juni 2011). Der Sammlungsdatensatz des Victoria and Albert Museum nennt Leder als Material, Tokio als Entstehungsort und 2014 als Jahr der Anfertigung. Das Museum beschreibt die Form als Abzug vom Schuhwerk der Kurtisanen der Edo-Zeit.